Wie viele Punkte benötigt man beim HAM-Nat, um einen Studienplatz zu erhalten?

Immer wieder stellen sich angehende Medizinstudenten die Frage: „Wie viele Punkte brauche ich beim HAM-Nat, um Medizin studieren zu können?“.

Im Allgemeinen ist zu sagen, dass der HAM-Nat ein Multiplechoice-Test ist, welcher in Berlin, Hamburg und Magdeburg notwendig ist, um Medizin studieren zu können. Es wird immer zeitgleich der gleiche Test an allen drei Universitäten geschrieben. Nur bei der Auswertung gibt es am Ende Unterschiede zwischen den einzelnen Unis. Da die Unterschiede doch recht gravierend sind, möchte ich im Folgenden die Unis separat betrachten.

Beginne möchte ich mit der Charité Berlin. Zunächst muss man seinen Abiturschnitt in Punkte umrechnen, mit denen man den Test startet. Hierfür wird folgende Rechnung aufgestellt. Der Durchschnitt 1,0 und besser wird mit 900 Punkten gleichgesetzt. Jede Verschlechterung um 0,1 kostet den Teilnehmer 30 Punkte. Sollte man einen Durchschnittlich von 1,3 im Abitur haben, so startet man den Test mit 810 Punkten. Im Test selber ist jede Frage gleichwertig und bringt 5 Punkte. Am Ende werde die Punktzahlen addiert, sodass maximal 1300 Punkte (900 Punkte aus dem Abitur und 400 Punkte im Test) möglich sind.

Für die Universität Magdeburg gilt, dass ein Abiturschnitt von 1,0 mit 60 Punkten gleichgesetzt wird. Für jede Verschlechterung um 0,1 werden 2 Punkte abgezogen. Hat man beispielsweise ein Abitur mit 1,4, dann wären das 52 Punkte, mit denen man den Test starten würde. Für den Test gilt, dass es insgesamt 59 Punkte gibt und somit jede Frage 0,7375 Punkte wert ist. Addiert man beide Werte, so kommt man auf eine Maximalpunktzahl von 119 Punkten.

An der Universität Hamburg wird das Abitur genauso wie in Magdeburg verrechnet. Also gibt es dort auch maximal 60 Punkte, welche immer um 2 Punkte reduziert werden bis man bei 0 Punkten für eine 4,0 angekommen ist. Daher gibt es wie an der Uni Hamburg auch maximal 119 Punkte, welche man durch die Addition aus Abiturschnitt und Testergebnisse erlangen kann. In Hamburg kommt aber noch ein Aspekt hinzu, welcher an den anderen beiden Universität keine Rolle spielt. Denn hier werden nur die Teilnehmer mit den besonders hohen Rangplätzen direkt zugelassen. Die niedriger Platzierten müssen noch den HAM-Int absolvieren. Der HAM-Int besteht aus mehreren Kurzgesprächen à 5 Minuten, sowohl mit geschulten Schauspielern als auch einem Interviewer. Auf diesem Wege soll die psychosoziale Kompetenz ermittelt werden. Für alle Teilnehmer vom HAM-Int gilt, dass die Summe aus der Abiturnote, der HAM-Nat-Punktzahl und der Punktzahl aus dem HAM-Int am Ende zählt. Sollte man Zahnmedizin studieren wollen, dann muss man nur in Hamburg den HAM-Man und den HAM-MRT absolvieren. Der HAM-MRT ist ein Multiple-Choice-Test, der die Fähigkeiten des mentalen Rotierens prüften soll. Der HAM-Man (Manueller Test) ist eine Drahtbiegeprobe, bei der mit Hilfe einer Zange Drähte nach einer Vorlage gebogen werden müssen.

Im Folgenden sind die Ergebnisse seit der Einführung des HAM-Nat dargestellt. Man kann er kennen, dass sich in den letzten Jahren die Punktzahlen etwas eingependelt haben, aber doch jedes Jahr schwanken, sodass man nie eine exakte Vorhersagen für das nächste Jahr machen kann.

Bildschirmfoto 2018-03-09 um 10.59.21Bildschirmfoto 2018-03-09 um 11.08.05

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s